Freitag, 29. Juni 2012


28. und 29.6. Mossman Gorge, Cape Tribulation, Port Douglas, Kuranda (Barron Falls/Gorge)


So endlich habe ich es geschafft mal Cape Tribulation und den Rest anzuschauen. Mit an Bord war natürlich Hannah, die seit knapp einer Woche mit mir im Campervan haust. Wir haben uns so einigermaßen zusammengerauft und es klappt mitlerweile ganz gut. Die Hälfte der Strecke war die selbe wie nach Cooktown. Aber irgendwann sind wir dann Richtung Mossman zur Mossman Gorge abgebogen. Leider war das Wetter nicht wirklich toll. Es war bewölkt und es hat immer mal wieder genieselt. Trotzdem haben wir uns entschieden endlich loszufahren, da wir nicht mehr so lange hier in der Umgebung bleiben. Dort angekommen mussten wir aber feststellen, dass der Daintree Walk aus Sicherheitsgründen (bauliche Verbesserungsarbeiten) geschlossen war. Zu meinem Leid und zu Hannah's Freude. Denn sie wandert nicht so gerne :p Der begehbare Weg schlängelt sich aber am schönen Mossman River entlang und es geht natürlich immer direkt durch den Regenwald. Es ist echt sehr schön da und die Mossman Gorge (das ist so eine Art natürliches Wasserbecken des Flusses) ist auch ganz nett. Wass mich aber etwas gestört war war, dass zu viele Leute da waren, die in der Gorge gebadet haben (obwohl es verboten ist) und man hat immer irgendwelche Touristen auf den Fotos gehabt. Tja aber das ist nun mal so bei touristischen Attraktionen. Danach sind wir gleich weiter zum Daintree Village und nach Cape Trib gefahren. Was man dabei beachten sollte ist, dass man von Süden aus nach Cape Trib nur mit der Fähre übersetzen kann bzw. von Norden durch den Regenwald mit einem Allrad Auto dahin kommt. Der Witz ist, dass die Flussüberquerung 5 Min. dauert und es ca 50 Meter bis zu anderen Ufer sind. Warum dann keine Brücke bauen? Tja die Fähre bringt ein Haufen Geld ein und das wollen sich die Leute da natürlich nicht nehmen lassen... Also keine Brücke und mit ner Autofähre übersetzen. Auch das ist Australien :D Cape Tribulation ist eine Art tropische Halbinsel und man fährt die ganze Zeit eigentlich nur durch den Regenwald. Blöd ist nur, dass die ganze Landschaft hier sehr bergig ist und bei manchen Anstiegen habe ich schon gedacht, dass es zu viel für meine „Lady flying Daj“ ist. Aber sie hat ihre Aufgabe gut gemeistert. Wenn auch manchmal ziemlich langsam. Und Benzin hat sie gschluckt, wie die Hölle. Am Ende des Trips, also heute, ist kaum noch was übrig. (Irgendwie erinnert mich das an meine eigene Freundin, sorry Schatz :D). Am späten Nachmittag sind wir dann am äußersten ohne Allrad befahrbaren Ende angekommen, Cape Tribulation Beach. Das ist echt ein schönes Stückchen Erde. Sehr ruhig und Gott sei Dank wenig Touristen... Dort gab es auch einen großen Parkplatz, wo wir es uns über Nacht gemütlich machen wollten. Natürlich ist es auch hier verboten zu übernachten. Aber die ganzen Canmpingplätze waren zu teuer und wir wussten leider nicht, dass es auch einen kostenlosen gibt. Naja es wurde dunkel und Hannah hat ja echt ne mega Spinnenphobie und hat immer die vole Panik gehabt, dass irgendwas ins auto kriecht oder sie anfällt. Mnachmal war es echt übertrieben, denn wir haben nicht eine einzige Spinne gesehen :D Tja da wir sehr früh aufgestanden sind und Hannah nach der Partynacht und dem Spanienspiel hundemüde war sind wir auch relativ früh ins Bett gegangen. Und wir mussten natürlich die Fenster geschlossen halten, damit ja keine Spinnen etc hineinkriechen. Fazit vons Janze war, dass Hannah irgendwann die Fester aufgerissen hat, weil es einfach viel zu warm und stickig war. Spinnen und andere Kriechtiere waren da Nebensache :D Aber das kann echt noch ein Spaß werden mit Hannah, da es im Outback genug Spinnen und andere Kriechtiere gibt und sie dann wahrscheinlich jede Nacht die Wände hoch geht... Naja ich bin ja auch kein Fan von dicken fetten Spinnen, die einen Nachts belästigen. Aber ich krietsche auch net gleich rum, wenn so ein Vieh mal im Baum hängt oder an mir vorbei laüft. Da würd ich ehe ein Foto machen oder so :D Am nächsten morgen hatten wir dann echt richtig Schwein gehabt. Denn als ich auf Toilette war sind Ranger vorbeigekommen und haben kontrolliert, ob dort Leute am Strand zelten. Sie haben auch gleich gefragt, ob wir grad erst angekommen waren oder hier genächtigt haben. Natürlich hat Hannah gleich gesagt, dass wir hier nicht geschlafen haben :) Geglaubt haben sie es sicherlich nicht. Dies sind ja nicht blöd. Aber gemacht haben sie trotzdem nichts. Hätte uns dann 100 Dollar gekostet. Is im australischen Verhältnis nicht viel. Aber trotzdem wäre es doof gewesen... Auf dem Parkplatz haben wir dann noch 2 Holländer getroffen, die gemeint haben, dass es nur ein paar hundert Meter weiter ein noch schöneren Strand gibt. Und sie sollten Recht behalten. Myall Beach kann man sich wie einen Bilderbuch Tropenstrand vorstellen. Schöner Sand, blaues Meer und von Palmen umsäumt. Einfach nur traumhaft :) Danach sind wir noch ein paar andere Strände angefahren und dann weiter nach Port Douglas und Kuranda gefahren. In Port Douglas waren wir nur kurz, da es dort nicht wirklich was zu sehen gibt. Ein, zwei kleine Aussichtspunkte und die Städtchen ist an und für sich ganz schön. Aber es ist eigentlich nur alles auf kommerziellen Torismus ausgelegt und deshalb nicht wirklich soooo toll. In Kuranda sind wir leider etwas zu spät angekommen und die Märkte, die eigentlich sehr schön sein sollen, waren schon geschlossen. Daher sind wir gleich weiter zu den Barron Falls und der sich anschließenden Barron Gorge gefahren. Das war echt schön. Leider ist Trockenzeit und daher waren die Wasserfälle auch nicht so sehr gefüllt. Aber von der Natur her sehr toll. Und es gibt dort auch noch ein altes Wasserkraftwerk, dass von den 1930igern bis in die 60iger aktiv war. Jetzt ist es nur noch ein historischer Altbau. Die Walkingtracks hab ich dann ausgelassen, da Hannah eh nicht gerne wandert und es dafür auch schon etwas zu spät war...
Achja als wir losgefahren sind, wollte ich nochmal den Ölstand checken und Hannah hatte ihr Handy zu laden auf dem Fahrersitz liegen. Als wir dann wieder alles verschlossen hatten und losgefahren sind, gab es es lautes Geschäpper und wir haben, genau vor der Ampel, anhalten müssen. Tja das Handy ist komischer Weise beim zuklappen des Motors irgendwie vom Beifahrersitz in den Motorraum geraten, auf die Straße gekracht und das Ladekabel hat sich um den Lüftungsventilator gewickelt. Gut das wir gestoppt haben, denn sonst hätte es wohl einiges dort kaputt gemacht. Denn das Kabel hätte den Ventilator der Lüftung blockiert und das wäre glaube ich nicht gut gegangen. Aber wir hatten nochmal Glück und wir konnten beruhigt weiterfahren. Tja was ist sonst noch so passiert. Es gibt ja diese lustigen Menschen die bei den Baustellen mit den Stop und „langsam fahren“ Schildern stehen. Bei einer Baustelle haben wir ganz vorne gestanden, haben die Musik laut aufgedreht und haben im auto gerockt. Der Junge hat sich köstlich über uns amüsiert und wir hatten natürlich auch unseren Spaß. Die Australier sind da ja relativ locker drauf :D Ach ja und überall standen diese Schilder „Achtung Cassowary“ (großer Laufvogel) an den Straßenrändern. Aber gesehen haben wir nicht wirklich einen. Nicht mal als wir rumgelaufen sind :( Ok genug gelabert. Bilder gibt es diesmal wieder zu Hauf zum angucken. Viel Spaß dabei ;)
Morgen mache ich dann noch das Auto Outback fest und dann geht es Sonntag nach Darwin. Komme was wolle. Der Arbeit hinterher... Hoffentlich :)


Cya mates

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