Donnerstag, 10. Januar 2013

Roadtrip Darwin-Adelaide-Sydney Part 4


1.1.13  22.10 Uhr  Outbacktrip Teil 4 

Coober Pedy to Sydney via Port Augusta und Adelaide

Auf dem Weg nach Adelaide ist jetzt nicht soooo viel passiert. Ich bin an kleinen verschlafenen Roadhouses vorbeigekommen und der größte Teil der Strecke war nur Steppenwüste. Highlight auf dem Weg waren die Salzseen, darunter Lake Hart an dem ich Stop gemacht habe. Auf der Karte sieht er recht klein aus. Aber wenn man dann mal davor steht ist der doch schon ganz schön groß. Ich bin dann auch ein bischen darauf rumspaziert und habe mir eine Tupperschale voll Salz mitgenommen. War auch das erste mal das auf nem Salzsee war. Glaube ich... Nachdem ich meine Beute verstaut habe, bin ich weitergedüst. Und siehe da in der Wüste gibt es Regen. Und das nicht zu wenig. Was man hier so alles erlebt J Am späten Nachmittag habe ich dann nach einer gefühlten Ewigkeit Port Augusta erreicht, wo ich mich dann auf einem Campingplatz niedergelassen habe. Am nächsten morgen  habe ich dann einen kleinen Stadtrundgang unternommen und ich muss sagen es ist ein kleines verschlafenens aber schönes Örtchen. Die haben eine schöne Flusspromenade und eine hübsche Innenstadt. Viel gibt es aber auch nicht zu sehen und deshalb bin ich auch gleich weitergfahren. Eigentlich wollte ich gleich durchfahren. Aber ich habe noch mal einen Zwischenstopp in Port Pirie (naja ganz nett) und Snowtown (sieht aus wie eine amerikanische Geisterwesternstadt) gemacht. Achja Port Pirie hat den größten Schmelzofen/-fabrik Australiens. Hört hört!! :D Was ich aber wiederum toll fand, war die landschaftliche Veränderung von Steppenwüste zu Buschland und dann zu riesigen Anbauflächen für Wein und Getreide. Zu den verschiedenen Tageszeiten haben die Getreidefelder entweder hellgelb oder goldgelb geglänzt. Aber dir Größe der Anbeiflächen war schon ziemlich krass. Dazu kamen dann noch vereinzelt die riesigen Silos dazu. Und im Osten erhob sich noch ein langer Gebirgzug. Irgendwas mit südliche Ranges oder so. Sah aber auch ziemlich cool aus. In Adelaide angekomme, habe ich mir erstmal den A**** abgefroren, wolkig und nur 24 Grad. Ihr denkt jetzt bestimmt, na danke ich sitze jetzt hier im Winter bei Eiseskälte und der meckert über 24 Grad. Aber wenn man fast 2 Wochen lang nur 40 Grad in der Wüste hatte und 4 ½ bei 30 Grad+ in Darwin gelebt hat, ist das echt kalt :D Jedenfall bin ich dann erstmal ins Stadtzentrum gefahren, mich kurz umgeschaut und dann Serik angerufen. Er ist ein guter Freund von einem Bekannten aus Halle. Er hat auch ein paar Jahre dort gelebt und ich habe von einer Freundin die Adresse etc. von ihm bekommen. Er meinte ich solle mich melden, wenn ich in Adleaide bin. Leider habe ich ihn an dem Tag nicht erreicht und so habe ich mir ein billiges Hostel gesucht. Es war auch nicht weit weg vom Stadtzentrum. Aber so toll war das Hostel echt nicht. Ein bischen schäbig könnte man sagen. Aber für 2 Nächte sollte es ausreichen. Dafür waren die Leute im Hostel sehr nett und mit ihnen bin ich auch mal weggewesen bzw. haben wir abends zusammengesessen. Am Sonntag bin ich dann ein bischen die Stadt erkunden gewesen. Erst durch die Mall und die CBD und dann zum botansichen Garten etc. Den hat mir Amar wärmstens empfohlen und er war auch recht schön. Das Wetter war leider nicht so toll und daher kam die Schönheit des Gartens auch nicht voll durch. Die CBD hat mir ganz gut gefallen. Viele Häuser im viktorianischen Stil und es gab viel Musik von Kleinkünstlern und einer kleinen Nebenstraße hat eine Bar ein kulturelles Programm veranstaltet. So wie ich das mitbekommen habe, machen die das jeden Sonntag. Ich war durch Zufall da und habe eine afrikanische Gruppe gesehen, die echt ne tolle Show abgeliefert haben. Zwischenzeitlich hatte sich Serik gemeldet und wir haben uns für Montag abend bei ihm verabredet. Ich bin dann auch am besagten Abend hin und wir haben zusammen gegessen und gequatscht und uns über Deutschland, Halle etc. ausgetauscht. Das sind sehr nette Menschen und wenn ich wieder Richtung Adelaide fahre, werde ich sie wieder besichen. Sie haben auch einen Sohn in Melbourne, der dort studiert hat und ihn werde ich hoffentlich auch besuchen können. Er ist nämlich darauf versessen immer wieder deutsch zu sprechen. Erhat es ja in Deutschland gelernt, wo sie 6 Jahre gelebt hat und will es auch beibehalten. Was auch ganz lustig war: Serik und seine Frau meinten dann, dass sie mal kurz weg müssten und gleich wieder kommen. Ich dachte mir, dass sie vielleicht noch eine Flasche Wein oder so besorgen. Dann kam Serik zurück und meinte ich solle ihm folgen, da sie ein Motelzimmer für mich gefunden haben. Da war ich erstmal baff und bin ihm einfach nur nachgefahren. Da sie viel Arbeit hatten und mich leider nicht über Nacht dabehalten konnten, haben sie einfach ein Zimmer für mich gebucht. Da wusste ich erstmal gar nicht, was ich sagen sollte. Ich habe mich dann gaaanz nett bei ihnen bedankt und habe mein kleines aber feines Motelzimmer genossen. Das war irgendwie richtig cool. Die Zimmer sind ja auch nicht billig. Am nächsten morgen bin ich dann zu einer Werkstatt gefahren, die ich am Vortag gefunden habe und die mir den Überhang von meiner eigenen Autoreparatur kurz abtrennen wollten, damit ich die Front endlich lackieren kann. Der gute Mann hat das in 10 min. gemacht und als ich ihn fragte was es nun kostest meinte er nur einen Handschlag und ein frohes Weihnachtsfest. Da war ich innerhalb kurzer Zeit 2 Mal baff :D Das fand ich voll toll und das zeichnet die Australier aus. Man trifft immer wieder so nette Menschen, die für ein Lächeln oder eine Kleinigkeit dir einen kleinen Gefallen tun. Oh man werde ich das vermissen... Da es dann schon recht spät war, ich hatte den Schlaf im Motelzimmer doch etwas langgezogen, musste ich mich sputen damit ich noch ein paar Kilometer zurück lege. Es waren immerhin noch knapp 1500km bis Sydney. Leider habe ich keinen Mitfahrer gefunden, da alle Richtung Melbourne und Great Ocean Road wollten und ich aber durchs Inland gefahren bin. Naja war langweilig und etwas kostenintensiv. Aber was soll man machen...
Meine Fahrt hat mich unter anderem durch das Barossa Valley (bekannt für Weinanbau) und durch die Riverlands in Victoria geführt. Was hier auffällt und was ich auch schon bei der Überquerung der Grenze nach South Australia gemerkt habe ist, das man hier keine Früchte und kein Gemüse einführen darf. In den Riverlands darf man kein Obst einführen. Dafür gibt es extra Kontrollstellen wo man rausgezogen und kontrolliert wird. Aber als Camper hat man so was ja immer dabei und ich habs auch net weggeschmissen. Aber zum Glück waren die Kontrollpunkte nie besetzt J Die Strafen dafür sind glaube ich auch nicht gerade wenig.
Meinen erstens Stop habe ich im Örtchen Waikirie gemacht. Das sah auf den Ortangabenschilder sehr interessant aus und ich muss sagen es hat mir dort echt gut gefallen (siehe Bilder). Aber lange konnte ich dort nicht Pause machen, sonst wäre ich nie vorangekommen. Naja wirklich vorangekommen bin ich an dem Tag nicht wirklich. Habe nur knapp 400km in 6 Stunden geschafft. Davon habe ich aber noch eine Stunde auf einem Rastplatz geschlafen. An dem Tag waren es ca 40 Grad und die Hitze macht einen nach kurzer Zeit müde. Bis Mildura habe ich es dann doch noch geschafft. Das liegt genau an der Grenze von Victoria und New South Wales. Und da mein Campingplatz auf der Seite von NSW lag, war ich an einem Tag und nicht mal 400km in 3 Bundesstaaten J Sowas geht in Australien auch... Der Campingplatz und mein Stellplatz lagen direkt am idyllischen  Murray River. Solche Campingplätze mag ich am liebsten J Am nächsten Tag hatte ich dann nur noch 1000km bis nach Sydney :p und ich bin bis Gundagai gekommen. Eine nette Kleinstadt mit einem tollen Aussichtspunkt auf die Umgebung. Durch die untergehende Sonne, haben die Felder in einem tiefen gelb getaucht. War sehr schön anzusehen. An dem Tag habe ca. 600 km geschafft. Hört sich nicht viel an. Aber bei den Tempolimits und Straßenführungen durch bergiges Land kommt man einfach nicht schneller weiter... Aber es waren dann auch nur noch 350 km bis Sydney.
Ich habe mich dann am nächsten Tag bei Miriam gemeldet und gesagt das ich ankomme und ob es noch klar geht, dass ich bei ihr in der WG schlafe. In Sydney angekommen, musste ich feststellen, dass sie mitten in der Stadt in einem Arpartmenthaus wohnt. Was ich nicht wirklich wusste. An und für sich kein Problem. Aber finde mal einen Parkplatz in der Stadt, der frei und bezahlbar ist. Ein Ding der Unmöglichkeit... In Adelaide hatte die Stunde parken 4$ gekostet, hier waren es gleich mal 7$ aufwärts. Von den Parkhäusern mal ganz abgesehen. Miriam hat mir dann einen Tipp gegeben, wo man vielleicht kostenlos bzw. günsttig parken kann. Ok war nicht der Fall aber mit ein bischen suchen habe ich dann doch was gefunden. Der Parkplatz war aber mehr so eine Grauzone, denn das Schild, auf dem eigentlich parken verboten oder so stehen sollte, war mit schwarzer Farbe übermalt und man konnte nun nicht draus schließen ob es erlaubt war oder nicht. Als ich meine Sachen für die 3 Tage bei Miri zusammenpacken wollte, kamen zufälligerweise 2 Poilizisten vorbei, die ich dann nach der Sachlage gefragt habe. Die haben nur mit den Schultern gezuckt und meinten ich soll gucken was passiert. Wenn die Ranger kommen und Knöllchen verteilen habe ich eben Pech gehabt. Aber da nix am Schild stand waren sie sich nicht sicher. Ich hab mein Van dann einfach dort stehen lassen und es ist auch nie was passiert. Kostet in Sydney übrigens 100$. Nur zur Info...
Tja dann bin ich mal weg und im nächsten Eintrag geht’s dann um Weihnachten und Silvester in Sydney J

Lake Hart (Salzsee)

Bis denn

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