1.1.13 22.10
Uhr Outbacktrip Teil 4
Coober Pedy
to Sydney via Port Augusta und Adelaide
Auf dem Weg nach Adelaide ist jetzt nicht soooo viel
passiert. Ich bin an kleinen verschlafenen Roadhouses vorbeigekommen und der
größte Teil der Strecke war nur Steppenwüste. Highlight auf dem Weg waren die
Salzseen, darunter Lake Hart an dem ich Stop gemacht habe. Auf der Karte sieht
er recht klein aus. Aber wenn man dann mal davor steht ist der doch schon ganz
schön groß. Ich bin dann auch ein bischen darauf rumspaziert und habe mir eine
Tupperschale voll Salz mitgenommen. War auch das erste mal das auf nem Salzsee
war. Glaube ich... Nachdem ich meine Beute verstaut habe, bin ich weitergedüst.
Und siehe da in der Wüste gibt es Regen. Und das nicht zu wenig. Was man hier
so alles erlebt J
Am späten Nachmittag habe ich dann nach einer gefühlten Ewigkeit Port Augusta
erreicht, wo ich mich dann auf einem Campingplatz niedergelassen habe. Am
nächsten morgen habe ich dann einen
kleinen Stadtrundgang unternommen und ich muss sagen es ist ein kleines
verschlafenens aber schönes Örtchen. Die haben eine schöne Flusspromenade und
eine hübsche Innenstadt. Viel gibt es aber auch nicht zu sehen und deshalb bin
ich auch gleich weitergfahren. Eigentlich wollte ich gleich durchfahren. Aber
ich habe noch mal einen Zwischenstopp in Port Pirie (naja ganz nett) und
Snowtown (sieht aus wie eine amerikanische Geisterwesternstadt) gemacht. Achja
Port Pirie hat den größten Schmelzofen/-fabrik Australiens. Hört hört!! :D Was ich
aber wiederum toll fand, war die landschaftliche Veränderung von Steppenwüste
zu Buschland und dann zu riesigen Anbauflächen für Wein und Getreide. Zu den
verschiedenen Tageszeiten haben die Getreidefelder entweder hellgelb oder
goldgelb geglänzt. Aber dir Größe der Anbeiflächen war schon ziemlich krass.
Dazu kamen dann noch vereinzelt die riesigen Silos dazu. Und im Osten erhob
sich noch ein langer Gebirgzug. Irgendwas mit südliche Ranges oder so. Sah aber
auch ziemlich cool aus. In Adelaide angekomme, habe ich mir erstmal den A****
abgefroren, wolkig und nur 24 Grad. Ihr denkt jetzt bestimmt, na danke ich
sitze jetzt hier im Winter bei Eiseskälte und der meckert über 24 Grad. Aber
wenn man fast 2 Wochen lang nur 40 Grad in der Wüste hatte und 4 ½ bei 30 Grad+
in Darwin gelebt hat, ist das echt kalt :D Jedenfall bin ich dann erstmal ins
Stadtzentrum gefahren, mich kurz umgeschaut und dann Serik angerufen. Er ist
ein guter Freund von einem Bekannten aus Halle. Er hat auch ein paar Jahre dort
gelebt und ich habe von einer Freundin die Adresse etc. von ihm bekommen. Er
meinte ich solle mich melden, wenn ich in Adleaide bin. Leider habe ich ihn an
dem Tag nicht erreicht und so habe ich mir ein billiges Hostel gesucht. Es war
auch nicht weit weg vom Stadtzentrum. Aber so toll war das Hostel echt nicht.
Ein bischen schäbig könnte man sagen. Aber für 2 Nächte sollte es ausreichen.
Dafür waren die Leute im Hostel sehr nett und mit ihnen bin ich auch mal
weggewesen bzw. haben wir abends zusammengesessen. Am Sonntag bin ich dann ein
bischen die Stadt erkunden gewesen. Erst durch die Mall und die CBD und dann
zum botansichen Garten etc. Den hat mir Amar wärmstens empfohlen und er war
auch recht schön. Das Wetter war leider nicht so toll und daher kam die
Schönheit des Gartens auch nicht voll durch. Die CBD hat mir ganz gut gefallen.
Viele Häuser im viktorianischen Stil und es gab viel Musik von Kleinkünstlern
und einer kleinen Nebenstraße hat eine Bar ein kulturelles Programm
veranstaltet. So wie ich das mitbekommen habe, machen die das jeden Sonntag.
Ich war durch Zufall da und habe eine afrikanische Gruppe gesehen, die echt ne
tolle Show abgeliefert haben. Zwischenzeitlich hatte sich Serik gemeldet und
wir haben uns für Montag abend bei ihm verabredet. Ich bin dann auch am
besagten Abend hin und wir haben zusammen gegessen und gequatscht und uns über
Deutschland, Halle etc. ausgetauscht. Das sind sehr nette Menschen und wenn ich
wieder Richtung Adelaide fahre, werde ich sie wieder besichen. Sie haben auch
einen Sohn in Melbourne, der dort studiert hat und ihn werde ich hoffentlich
auch besuchen können. Er ist nämlich darauf versessen immer wieder deutsch zu
sprechen. Erhat es ja in Deutschland gelernt, wo sie 6 Jahre gelebt hat und
will es auch beibehalten. Was auch ganz lustig war: Serik und seine Frau
meinten dann, dass sie mal kurz weg müssten und gleich wieder kommen. Ich
dachte mir, dass sie vielleicht noch eine Flasche Wein oder so besorgen. Dann
kam Serik zurück und meinte ich solle ihm folgen, da sie ein Motelzimmer für
mich gefunden haben. Da war ich erstmal baff und bin ihm einfach nur
nachgefahren. Da sie viel Arbeit hatten und mich leider nicht über Nacht
dabehalten konnten, haben sie einfach ein Zimmer für mich gebucht. Da wusste
ich erstmal gar nicht, was ich sagen sollte. Ich habe mich dann gaaanz nett bei
ihnen bedankt und habe mein kleines aber feines Motelzimmer genossen. Das war
irgendwie richtig cool. Die Zimmer sind ja auch nicht billig. Am nächsten
morgen bin ich dann zu einer Werkstatt gefahren, die ich am Vortag gefunden
habe und die mir den Überhang von meiner eigenen Autoreparatur kurz abtrennen
wollten, damit ich die Front endlich lackieren kann. Der gute Mann hat das in
10 min. gemacht und als ich ihn fragte was es nun kostest meinte er nur einen Handschlag
und ein frohes Weihnachtsfest. Da war ich innerhalb kurzer Zeit 2 Mal baff :D
Das fand ich voll toll und das zeichnet die Australier aus. Man trifft immer
wieder so nette Menschen, die für ein Lächeln oder eine Kleinigkeit dir einen
kleinen Gefallen tun. Oh man werde ich das vermissen... Da es dann schon recht
spät war, ich hatte den Schlaf im Motelzimmer doch etwas langgezogen, musste
ich mich sputen damit ich noch ein paar Kilometer zurück lege. Es waren
immerhin noch knapp 1500km bis Sydney. Leider habe ich keinen Mitfahrer
gefunden, da alle Richtung Melbourne und Great Ocean Road wollten und ich aber
durchs Inland gefahren bin. Naja war langweilig und etwas kostenintensiv. Aber
was soll man machen...
Meine Fahrt hat mich unter anderem durch das Barossa Valley
(bekannt für Weinanbau) und durch die Riverlands in Victoria geführt. Was hier
auffällt und was ich auch schon bei der Überquerung der Grenze nach South
Australia gemerkt habe ist, das man hier keine Früchte und kein Gemüse
einführen darf. In den Riverlands darf man kein Obst einführen. Dafür gibt es
extra Kontrollstellen wo man rausgezogen und kontrolliert wird. Aber als Camper
hat man so was ja immer dabei und ich habs auch net weggeschmissen. Aber zum
Glück waren die Kontrollpunkte nie besetzt J Die Strafen dafür sind
glaube ich auch nicht gerade wenig.
Meinen erstens Stop habe ich im Örtchen Waikirie gemacht. Das sah auf den Ortangabenschilder sehr interessant aus und ich muss sagen es hat mir dort echt gut gefallen (siehe Bilder). Aber lange konnte ich dort nicht Pause machen, sonst wäre ich nie vorangekommen. Naja wirklich vorangekommen bin ich an dem Tag nicht wirklich. Habe nur knapp 400km in 6 Stunden geschafft. Davon habe ich aber noch eine Stunde auf einem Rastplatz geschlafen. An dem Tag waren es ca 40 Grad und die Hitze macht einen nach kurzer Zeit müde. Bis Mildura habe ich es dann doch noch geschafft. Das liegt genau an der Grenze von Victoria und New South Wales. Und da mein Campingplatz auf der Seite von NSW lag, war ich an einem Tag und nicht mal 400km in 3 Bundesstaaten J Sowas geht in Australien auch... Der Campingplatz und mein Stellplatz lagen direkt am idyllischen Murray River. Solche Campingplätze mag ich am liebsten J Am nächsten Tag hatte ich dann nur noch 1000km bis nach Sydney :p und ich bin bis Gundagai gekommen. Eine nette Kleinstadt mit einem tollen Aussichtspunkt auf die Umgebung. Durch die untergehende Sonne, haben die Felder in einem tiefen gelb getaucht. War sehr schön anzusehen. An dem Tag habe ca. 600 km geschafft. Hört sich nicht viel an. Aber bei den Tempolimits und Straßenführungen durch bergiges Land kommt man einfach nicht schneller weiter... Aber es waren dann auch nur noch 350 km bis Sydney.
Meinen erstens Stop habe ich im Örtchen Waikirie gemacht. Das sah auf den Ortangabenschilder sehr interessant aus und ich muss sagen es hat mir dort echt gut gefallen (siehe Bilder). Aber lange konnte ich dort nicht Pause machen, sonst wäre ich nie vorangekommen. Naja wirklich vorangekommen bin ich an dem Tag nicht wirklich. Habe nur knapp 400km in 6 Stunden geschafft. Davon habe ich aber noch eine Stunde auf einem Rastplatz geschlafen. An dem Tag waren es ca 40 Grad und die Hitze macht einen nach kurzer Zeit müde. Bis Mildura habe ich es dann doch noch geschafft. Das liegt genau an der Grenze von Victoria und New South Wales. Und da mein Campingplatz auf der Seite von NSW lag, war ich an einem Tag und nicht mal 400km in 3 Bundesstaaten J Sowas geht in Australien auch... Der Campingplatz und mein Stellplatz lagen direkt am idyllischen Murray River. Solche Campingplätze mag ich am liebsten J Am nächsten Tag hatte ich dann nur noch 1000km bis nach Sydney :p und ich bin bis Gundagai gekommen. Eine nette Kleinstadt mit einem tollen Aussichtspunkt auf die Umgebung. Durch die untergehende Sonne, haben die Felder in einem tiefen gelb getaucht. War sehr schön anzusehen. An dem Tag habe ca. 600 km geschafft. Hört sich nicht viel an. Aber bei den Tempolimits und Straßenführungen durch bergiges Land kommt man einfach nicht schneller weiter... Aber es waren dann auch nur noch 350 km bis Sydney.
Ich habe mich dann am nächsten Tag bei Miriam gemeldet und
gesagt das ich ankomme und ob es noch klar geht, dass ich bei ihr in der WG
schlafe. In Sydney angekommen, musste ich feststellen, dass sie mitten in der
Stadt in einem Arpartmenthaus wohnt. Was ich nicht wirklich wusste. An und für
sich kein Problem. Aber finde mal einen Parkplatz in der Stadt, der frei und
bezahlbar ist. Ein Ding der Unmöglichkeit... In Adelaide hatte die Stunde
parken 4$ gekostet, hier waren es gleich mal 7$ aufwärts. Von den Parkhäusern
mal ganz abgesehen. Miriam hat mir dann einen Tipp gegeben, wo man vielleicht
kostenlos bzw. günsttig parken kann. Ok war nicht der Fall aber mit ein bischen
suchen habe ich dann doch was gefunden. Der Parkplatz war aber mehr so eine
Grauzone, denn das Schild, auf dem eigentlich parken verboten oder so stehen
sollte, war mit schwarzer Farbe übermalt und man konnte nun nicht draus
schließen ob es erlaubt war oder nicht. Als ich meine Sachen für die 3 Tage bei
Miri zusammenpacken wollte, kamen zufälligerweise 2 Poilizisten vorbei, die ich
dann nach der Sachlage gefragt habe. Die haben nur mit den Schultern gezuckt
und meinten ich soll gucken was passiert. Wenn die Ranger kommen und Knöllchen
verteilen habe ich eben Pech gehabt. Aber da nix am Schild stand waren sie sich
nicht sicher. Ich hab mein Van dann einfach dort stehen lassen und es ist auch
nie was passiert. Kostet in Sydney übrigens 100$. Nur zur Info...
Tja dann bin ich mal weg und im nächsten Eintrag geht’s dann
um Weihnachten und Silvester in Sydney J
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| Lake Hart (Salzsee) |
Bis denn
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