8.1.13.
Blue Mountains (26.12.12-28.12.12)
Morgens sind wir erstmal in Richtung Stadt
gefahren, um Miri abzuholen. Wir hätten und echt lieber woanders treffen
sollen, da am „Boxing Day“ (2. Weihnachtsfeiertag) in der Stadt die Hölle los
war. Die Geschäfte waren wieder offen und Massen an Menschen und Autos sind in
die Stadt geströmt. Das hat uns eine Menge Zeit gekostet und so waren wir erst
um die Mittagszeit aus Sydney raus. Unserew erste Station war Glenbrook, wo wir
uns Infomaterial für die Blue mountains besorgt haben. Man kann dort echt viel
machen. Es gibt jeden Menge Aussichtspunkte und Wanderwege für jeden
Schwierigkeitsgrad. Außerdem mussten wir natürlich wissen, wo wir überall
übernachten konnten. Unser erstes Ziel waren die „Wentworth Falls“ in Wentworth
inklusive dem National Pass walking track. Dieser führt zum „ Jamison Lookout“ mit direktem Blick auf
den Wasserfall. Danach ging es weiter zum „Rocket Point Lookout“ vorbei an
weiteren kleinen Wasserfällen und schöner Natur. Leider war das Wetter nicht so
prall. Aber wir hatten trotzdem Spaß und der walk war nicht wirklich
anstrengend. Der letzte Programmpunkt des Tages war der „Sublime Point
Lookout“, wovon man einen sehr guten Blick in das „Jamison Valley“ hatte. Da es
dann schon recht spät war haben wir überlegt, wo wir übernachten. Caravan Parks
gibt es hier ja wie Sand am Meer. Aber ich konnte sie dann doch überreden,
einen kostenlosen Campingplatz zu nehmen, ohne Dusche und mit Plumpsklo. Aber
beide haben schon protestiert, dass sie am nächsten Tag einen Campingplatz mit
Dusche und richtigen Toiletten haben wollen. Naja was solls, man muss auch mal
Kompromisse eingehen. Obwohl mich das ständige Geld ausgeben für Campingplätze
schon nervt. Man kann auch mal nur aller 2 Tage duschen ohne komplett verdreckt
zu sein und man spart Unmengen an Geld... Der kostenlose Campingplatz lag im
Megalong Valley zwischen Katoomba und Blackheath. Man muss aber erst einige
Kilometer eine kurvige Straße bezwingen, ehe man zu einem abgeschiedenen Platz
im Valley kommt. Der Campingplatz ist recht gut und bietet dem Campern ein paar
Feuerstellen und ein Plumpsklo. Ist natürlich nicht jedermans Sache. Aber mal
für eine Nacht pure Natur ist auch mal schön. Aber es war sehr sehr kühl und
wir mussten uns warm einpacken. Irgendwann abends, als es dann dunkel war, gab
es auf einmal einen lauten Schrei und ein Mädel, glaub eine Deutsche, kam mit
runtergelassenen Hosen schreiend aus dem Plumpsklo. Als dann rauskam, dass dort
eine riesige Spinne saß, war der halbe Campingplatz da um sich das Vieh
anzuschauen :D Ich habe natürlich auch gleich ein Foto gemacht. Eklig und groß
war die schon. Könnte eine Huntsman gewesen sein. Aber ich bin mir da nicht
sicher. Ich stelle das Foto mal rein und wenn sie jemand erkennt, kann gerne
die Art posten J Und einer musste dann immer mit Miri
zur Toilette, weil die Mädels dann richtig schiss hatten :D Aber lange war die
Spinne nicht da. Sie hat sich wahrscheinlich von der vielen Aufmerksamkeit um
sie gleich wieder zurückgezogen hehe Am nächsten Tag sind wir dann zum
„Govett’s Leap Lookout“ gefahren, von wo aus man die „Govett’s Leap Falls“
sehen konnte und haben dann den Cliff walk zum „Evans Lookout“ gemacht. Man
hatte von verschiedenen anderen kleineren Aussichtspunkten einen wunderbaren
Blick auf den Canyon. Um die Mittagszeit hatten wir dann den kurzen Walk
gemacht und haben dann beschlossen noch den „Gross Valley Walk“ zu machen. Der
ging durch das Tal von einem wieder zum anderen Aussichtspunkt. Er war mit 6
Stunden angegeben. Sollte eigentlich kein Problem sein dann gegen späten
Nachmittag wieder raus zu sein. Die ersten Kilometer waren auch ok und
landschaftlich schon ein echter Hingucker. Man musste aber höllisch aufpassen,
dass man den Weg nicht verliert, da die Wegmarkierungen nur aus auf Bäumen und
Felsen gezeichneten weißen Pfeilen bestand und man sie leicht übersehen konnte.
Manchmal war es echt schwierig dem Weg zu folgen und da wir doch länger
unterwegs waren als vermutet, haben wir uns überlegt vielleicht doch
umzukehren. Aber wir sind trotzdem weitergegangen und je mehr die Zeit verging
und uns entgegenkommende Wanderer erzählten sie seien schon 4 Stunden
unterwegs, haben Flo und Miri sich sorgen gemacht, dass wir vor Sonnenuntergang
nicht wieder raus sind. Ich wollte sie beschwichtigen und habe immer gemeint,
dass wir es rechtzeitig schaffen. Aber dann sind sie nur noch durchgerannt und
ich musste ja hinterher. Dann ahbe ich auch noch eine Zerrung im Bein bekommen
und es war dann noch unangenehmer zu laufen. Also den Walk konnte ich gar nicht
genießen, was mich ziemlich geärgert hat. Weis man nicht warum die so ne Panik
geschoben haben. Sonnenuntergang war um 20 Uhr und wir hatten echt genug Zeit
bis dahin... Zum Ende des Walks, der durch einige Steigungen und unebenes
Gelände doch schon recht hart war, ging es bestimmt noch einmal 300-400
Höhenmeter die Steiltreppen nach oben. Wenn man diesen Walk macht muss man auf
jedenfall richtig ausgerüstet sein. Genug Essen und Wasser mit sich führen und
eine anständige Wanderausrüstung bei sich haben... Zum Ende hin habe ich dann
gemeint, dass ich eine Pause brauche, da mein Bein echt wehgetan hat. Da gings
dann einfach nicht mehr. Ich habe zugegeben schon ewig kein Sport mehr gemacht
und so einen harten Walk auch in den letzten Monaten nicht gemacht. Also hab
ich mich dann hingesetzt und gemeint ich
brauche mal 20 min Pause, worauf die beiden überhaupt nicht klar
gekommen sind. Anstatt mich mal kurz ausruhen zu lassen wollten sie unbedingt
weiter, weil es ja gleich dunkel wird. Da hatten wir noch fast 2 Stunden bis
Sonnenuntergang und das Ende des Walks war schon in Sicht. Mit Flo hab ich mich
dann mächtig in die Haare gekriegt. Keine Ahnung warum die beiden so eine Panik
geschoben habe. Naja ich bin auf jedenfall sitzen geblieben und habe gewartet
bin mein Bein besser geworden ist. Die beiden haben dann auch ungeduldig und
mit schlechter Laune auf mich gewartet. Am Ende waren wir dann auch rechtzeitig
wieder aus dem Tal raus. Aber wir waren trotzdem immer noch genervt von der
Situation... Am nächsten Tag war es dann aber wieder vergessen J Auf der Suche nach einem adäquaten Campingplatz für die beiden, sind
wir dann in einem Caravanpark in Lithgow gelandet und die Welt war nach dem
Abendbrot bei McDonalds und einer warmen Dusche wieder halbwegs in Ordnung.
Da der Walk uns doch alle ziemlich in die
Knochen gegangen ist, haben wir uns am naechsten Tag entschieden, die ganzen
Aussichtspunkte anzufahren und groessere bzw. Laengere Walking Tracks
auszulassen. So haben wir nur den Bardens Lookout, den Lookout auf dem Mt. York
und den den „One Tree Hill“, den hoechsten Punkt mit ca. 1200m, besucht. Achja
bei den „Drei Schwestern“ waren wir natuerlich auch. Da ist eine Felsformation
bestehend aus drei Sandsteinfelsen, die ziemlich gleich aussehen. Nach einer Aboriginal-Legende
waren das mal drei Schwestern, die sich in Krieger eines anderen Stammes
verliebt haben. Da es aber 2 verfeindete Staemme waren, wurde ihnen die Liaison
verboten. Die Krieger wollten aber die Frauen unbedingt heiraten und zettelten
deshalb einen Krieg an. Damit die Schwestern nicht zu Schaden kommen, hat ein Aeltester
sie in Stein verwandelt und wollte sie nach dem Krieg wieder in Menschen
zurueck verwandeln. Dumm nur, dass er im Kampf gefallen war und er der einzige
war, der diese Magie kannte. So war der Krieg fuer beide Seiten umsonst und die
Schwestern warten noch heute darauf, befreit zu werden. Das ist aber nur eine
Version der vielen Legenden, die sich um diese aussergewoehnliche Felsformation
ragen... Danach haben wir noch einen kleinen Walk gemacht und haben uns dann
mit einem Bekannten von Miri in einem Pub getroffen, in der Hoffnung, dass er
fuer uns einen warmen Schalfplatz hat. Der Typ war echt lustig und wir haben
uns auch eine ganze Weile mit ihm unterhalten. Leider konnte er nicht fuer alle
drei einen Schlafplatz zur Verfuegung stellen und so mussten wir uns doch
wieder einen Campingplatz suchen. Wobei wir diesmal keinen Erfolg hatten. Alles
war belegt und der einzige freie Platz war in Lithgow, wo wir zuvor geshclafen
hatten. Da Sydney aber doch naeher dran war, haben wir uns gedacht, lieber
gleich zurueck zufahren. Gesehen hatten wir ja wschon so gut wie alles. Wir mussten
dann aber trotzdem eine N acht bei Miri in der WG schlafen, da Flo und ich erst
fuer den darauf folgenden Tag den Campingplatz in Miranda gebucht hatten. Fazit
des Ganzen: Die Blue Mountains sind echt wunderschoen in man kan dort einige
Tage verbringen. Es gibt viele viele Aussichtspunkte und gute Wanderwege, wobei
man hier doch schon gut ausgeruestet sein muss. Definitiv ein Muss, wenn man in
Sydney ist...
So das waren die Blue Mountains. Als naechstes
folgt dann Silvester und dann gehts mit dem
Flo Richtung Sueden nach Canberra, Melbourne und die Great Ocean Road.
Flo Richtung Sueden nach Canberra, Melbourne und die Great Ocean Road.
Catch ya later, mates :)
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