9.12. 17.49 Uhr
Part 1: Darwin to Alice Springs
So da bin ich mal wieder. Seit dem 3.12. bin ich nun mit meinem Reisepartner Amar unterwegs und wir haben schon einiges erlebt und gesehen. Gestartet sind wir am Montag in Darwin und unsere erste Station war der Nitmiluk Nationalpark in der Nähe von Katherine. Da wir doch relativ spät los gefahren sind, haben wir uns entschieden auf einem günstigen Campingplatz zu übernachten und den Loopwalk (Rundwanderweg) auf den nächsten morgen zu verschieben. Und ich muss sagen,es hat sich echt gelohnt. Es ist ein super Landschaft und die Katherine Gorge (Beschreibung von einer Gorge bitte bei Wikipedia nachschlagen) war echt toll. Wir haben einen moderaten Wanderweg genommen, der nur 4,5 km Hin- und Rückweg hatte, d.h. Wir haben den Windolf Walk zu den Southern Rockholes (südliche Wasserlöcher) gemacht. Der Wanderweg war nicht wirklich schwer. Aber es war unsäglich heiß und feucht und das hat uns schon etwas zugesetzt (Kilometeranzahl). Trinken war da essentiel, denn wir haben geschwitzt ohne Ende. Der Hammer. Daher war es echt eine Abwechslung, als wir dann in der Gorge baden waren. Wir haben einen schönen Platz gefunden, wo wir ein Weilchen im Wasser geplanscht haben. Es ist zwar nicht verboten dort zu schwimmen. Aber Vorsicht ist wegen der Süßwasserkrokodile und manchmal auch wegen Salzwasserkrokodilen (aber sehr selten) geboten. Aber die „Krokodilaufsicht“ hatte die Gorge zum Schwimmen freigegeben und somit hatten wir keine Bedenken. Nach dem Walk sind wir dann nochmal zum Duschen auf den Campingplatz gefahren, denn so verschwitzt wollten wir dann doch nicht weiterfahren. Da es wieder relativ spät war und wir einige Stops gemacht haben, sind wir nicht wirklich so weit gekommen. Auf dem Weg haben wir bei Renner Spirngs das Team Solarworld der technischen Hochschule Bochum getroffen. Das war purer Zufall, dass sie dort ihr Batterien vom Solarauto aufgeladen haben. Wir haben uns dann einfach dazu gesellt und mit den Professoren und Studenten über ihr Projekt geplaudert. Das war voll interessant. Sie sind schon seit knapp einem Jahr unterwegs und haben eine Erdumrundung hinter sich. Nächstes Jahr wird einer von den Studenten an der Solar Ralley von Darwin nach Adelaide teilnehmen und der Typ, der die motoren für das auto gebaut hat, wird auch daran teilnehmen. Jedoch baut er die Motoren für zwei holländische Team. Er ist anscheinend ein ziemlich begabter Bastler und ist durch Zufall an die Hochschule Bochum gekommen. Und er ist dabei ein Verfahren zu entwickeln Motoren für Solarautos so schnell zu produzieren wie herkömmliche. Wenn der das schafft, dann macht der bestimmt richtig Asche. Denn bis jetzt hat es keiner geschafft seine Motoren nachzuproduzieren und mitlerweile ist er derjenige, der die effektivsten Elektromotoren für Solarautos baut. Danach setzten wir unsere Reise fort, passierten einige Roadhouses und als es dunkel wurde, haben wir beschlossen, die Nacht auf einem Truckstop Parkplatz zu verbringen. Normalerweise dürfen dort über Nacht nur LKW's stehen. Aber es ist absolut nocht ratsam Nachts lange zu fahren. Zu viele Kühe, Kangruhs, Wildpferde und Kamele. Da wird man irre. Selbst tagsüber muss man da aufpassen. Auf dem Rastplatz haben wir dann zwei Deutsche getroffen. Marion und Steffen die auch seit Darwin unterwegs sind. Aber diesmal kein Pärchen :D Wir haben uns beim Abendessen gut unterhalten und frstgestellt, dass wir in dieselbe Richtung fahren. Zumindest bis nach Alice Springs. Die Nacht war mal wieder recht kurz da wir am Tag viel fahren wollten. Unser nächstes ziel waren die Devil's Marbles. Am frühen Nachmittag hatten wir sie dann erreicht. Und unsere beiden deutschen Backpacker waren auch da :) Wir haben uns dann die skurile und sureal anmutende Steine in der Landschaft zusammen angeschaut, geplaudert und dann beschlossen, auf dem nahegelegene Campingplatz zusammen zu übernachten. Am Sturat Highway, der von Darwin bis nach Adelaide führt, gibt es viele kostenlose Campingplätze sowie Restareas, auf denen man aber normalerweise nicht übernachten kann (im Buch „Camp 6“ zu finden). Wir sind dann zum Campingplatz gefahren, haben die Zelte aufgeschlagen und sind dann nochmal zurückgewandert, um den Sonnenuntergang an den Devil's Marbles zu genießen. Der war echt schön. Und zur „Blauen Stunde“, die im Outback stark ausgeprägt ist, wirkt alles noch viel surealer. Danach haben wir im Dunkeln versucht was zu essen zu kochen, haben den wahnsinns Sternenhimmel beobachtet und haben den Dingos beim jaulen zugehört. Trotz der völligen Finsternis und dem Dingos haben wir alle recht gut geschlafen. Am nächsten morgen sind wir dann wieder sehr früh losgefahren. Erst sind wir nochmal zu den Felsenformationen gefahren, wo wir eine Gruppe deutscher Mädels getroffen haben, die auch in Richtung Adelaide fahren, um dann wieder auf den Highway Richtung Süden zu düsen. Das Fahren hier ist ziemlich anstrengend und ermüdend. Es geht meist immer nur geradeaus, dann ist es verdammt warm, so dass die Autoheizung auch nix bringt und der Wind der durchs offene Fenster kommt ist wie ein Fön im Gesicht. Warm und trocken. Meine Nase hat sich noch nicht an das trockene Klima gewöhnt und ist ständig total trocken. Deshalb wechseln wir die Fahrer immer schon nach 1 ½ Stunden. Wir fahren zwar immer nur kanpp 4-5 Stunden von einem Etappenziel zum anderen. Aber am Ende sind wir trotzdem immer voll müde und geschafft. Auf dem Weg nach Alice Springs haben wir immer wieder Marion und Steffen wieder getroffen, die sich immer schlechter verstanden haben. Bei denen hat die Fahrgemeinschaft irgendwie nicht so richtig geklappt. Wobei ich sagen muss, dass ich mit Amar ziemlich gut auskomme. Er ist zwar etwas eigen in seinem Wesen. Aber wir kommen gut mit einander klar. Manchmal ist er mir aber zu negativ eingestellt, da er ziemlich viele schlechte Erfahrungen in Australien gemacht hat. Die anderen beiden hingegen wollten sich schon in Alice Springs trennen. Da Marion aber noch gerne zum Ayers Rock und in den Kings Canyon wollte, haben wir ihr das Angebot, sie mitzunehmen und sie gegegbenfalls wieder nach Alice zu bringen, falls sie keine andere Mitfahrgelegenheit findet. Wir wolleten nämlich gleich weiter nach Süden fahren und nicht wieder zurück. In alice springs sind wir dann wieder mit dem letzten Tropfen Sprit angekommen, da wir nicht unterwegs so viel tanken wollten. Das ist im Outback nämlich sau teuer. Wir haben aber immer noch einen Ersatzkanister Benzin mit, damit wir nicht unterwegs liegenbleiben. Achja wir haben auf dem Weg noch ein paar Aboriginals ein paar Liter Benzin gespendet, da sie liegen geblieben sind und ihnen seid 2 Tagen keiner geholfen hat. Ich bin zwar nich so toll mit den Jungs. Aber ich hätte mich auch gefreut, wenn mir jemand geholfen hätte. Am spätern Donnerstag Nachmittag (6.12.) sind wir dann in Alice angekommen, wo wir dann auch gleich im YHA Hostel eingecheck sind, In der Umgebung ist es ratsam nicht irgendwo in der Pampa zu übernachten, da es alles Aboriginal Land ist und die das nicht mögen bzw. das dann auch auf ihre Art und Weise ausdrücken. Alice Springs ist im Dunkeln sowieso ziemlich gefährlich und man sollte nie alleine unterwegs sein. Durch Zufall hatte Marion dann auch im selben Hostel eingecheckt und wir haben dann zusammen zu abend gegessen bzw. haben wir vorher noch den Hostelpool unter die Lupe genommen. Das nenne ich mal ein bischen Luxus im Backpackerleben :) Nach dem Abendessen sind Marion und ich nochmal kurz ins Casino gegangen, da ich dort Hannah wieder treffen wollte. Mit ihr bin ich ja von Cairns nach Darwin gefahren und sie hat dann einen Job in Alice gefunden und ist dort seit 5 Monaten und wird auch noch ne Weile dort bleiben. Der Abend war dann auch nich recht schön. Bis auf die randalierenden Abroriginals und dem einen, der noch unter Tisch gebrochen hat. Da wir aber am nächsten morgen früh aufbrechen wollten, sind wir auch nicht so lange geblieben. Das fand Hannah dann nicht so toll. Aber naja. Zurück sind wir dann mit dem Taxi gefahren, da sich hannah aufgeregt hat, das wir im dunkeln gelaufen sind und uns einge „Horrorgeschichten“ erzählt hat. Es ist eben nicht ungefährlich, da dort viele Aboriginals leben, die die Backpacker bzw. die Weißen nicht wirklich mögen.Teuer wars aber nicht und für unsere Sicherheit allemal wert...
Am nächsten morgen sind wir dann wieder sehr zeitig aufgebrochen, da wir wieder ca 400km Weg bis zum Kings Canyon hatten. Aber das kommt dann im nächsten Teil ;)
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| Sonnenuntergang bei den Devil's Marbles |
Bis dahin viel Spaß im kalten Deutschland :D
PS: Achja kurz vor Alice Spings haben wir dann noch die tropische Klimazone verlassen (Tropic of Capricorn). Außderdem gewinnen wir immer mehr Tageslicht, je weiter wir nach süden fahren und wenn wir und South Australia sind haben wir ungefahr 1 ½ Stunden mehr Tageslicht. Das fetzt :D

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