Donnerstag, 20. September 2012

Berry Springs und Bootsausflug


20.9. 11.36 Uhr



So diesmal gibt’s eigentlich nur Positives zu berichten. Die letzten 2 Tage bin ich mal wieder aus Darwin rausgekommen und hab mal was anderes gesehen als den Shed, die Arbeit und die City. Am Dienstag war ich endlich in Berry Springs in den „Natural Pools“. Aber wie immer bin ich nicht alleine losgefahren. Diesmal hab ich eine meiner lieblings Bardamen aus dem Beachfront mitgenommen. Ich hatte schon paar mal mit Inga mehr oder weniger geplant dorthin zu fahren. Aber entweder muss sie oder ich arbeiten. Diesmal hat es dann doch geklappt. Berry springs ist nur 40km von Darwin entfernt und somit sehr leicht erreichbar. Vorher waren wir noch für's Mittagessen im Coles einkaufen. Dort angekommen haben wir erstmal Lunch gemacht. Es gab Basa (Fisch) mit Gemüsebeilage. Da dort Grills etc. vorhanden waren, brauchte ich nicht mal mein Zeugs dafür aus dem Van zu holen. Danach sind wir gleich zu den Pools gegangen. Einerseits weil ständig so ne lästigen Fliegen ankamen und zweitens weils einfach mal verdammt warm war. Eine wahre Abkühlung bringen die Pools allerdings nicht. Die sind eher lauwarm, aber trotzdem noch erfrischend :) Im ersten Pool gibt’s sogar einen kleinen Wasserfall, wo man sich drunter knien und sich vom Wasser den Buckel massieren lassen kann. Da haben wir ne ganze Weile verbracht. Alles natürlich mit einem kühlen Bierchen :D Die Pools sind jetzt zwar nicht so wahnsinnig groß und spektakulär. Aber es ist ein kleines paradisisches Fleckchen Erde, an dem man super entspannen kann. Ich glaub das haben wir beide wirklich mal gebraucht. Zwischen den 3 Pools gab es jeweils ein kleine schmale bachartige Verbindung durch die man durchrobben konnte. Das haben wir dann vom zweiten zum dritten Pool gemacht. Natürlich wieder mit einem kühlen „Carlton Mid“ in der Hand. Wie die Krebse haben wir uns da langbewegt :D Der dritte Pool hat anscheinend dann noch eine Verbindung zu einem nahegelegenen Fluss. Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass man einem „Salty“ (Salzwasserkrokodil) begegnet. Das ist aber gaaaaaaanz gaaaanz selten, da frühs und abends die Ranger regelmäßig die Pools und die Umgebung kontrollieren. Daher ist es dort ziemlich sicher. Am zweiten Pool haben wir dann noch ein älteres australisches Pärchen kennengelernt, die uns erzählt haben, dass man vor einigen Jahren fast noch überall in den Natural Pools baden konnte. Teilweise auch in Flüssen und Seen bzw. im Meer ohne sich sorgen um die Salties zu machen. Aber seit dem die Krokodiele geschützt werden und nicht mehr geschossen werden dürfen, haben die sich derart vermehrt, dass man nirgends mehr reingehen kann, wo nicht wirklich regelmäßig kontrolliert wird. Quasi ist es hier nicht möglich an Flussmündungen, in flüssen schon gar nicht oder in vielen Seen einfach so baden zu gehen. Definitiv zu gefährlich. Und mit den Viechern ist nicht zu spaßen. Die werden im Schnitt so 6-8m, manchmal auch noch größer. Und da hat man absolut keine Chance. Tja bis jetzt hab ich aber immer noch keins gesehen. Von Weitem isses ja kein Problem :p Haben uns dann noch eine ganze Weile mit den Australiern unterhalten. Aber irgendwann mussten wir dann weg, weil irgendwelche riesigen Stechfliegen und komplett zerstochen haben. Dazu kamen noch die Sandflies. Und das hält keiner aus. Man schlägt nur noch um sich und kratzt und juckt sich überall. Das macht definitv keinen Spaß. Waren da ja auch schon ne ganze Weile und hatten genug im Wasser und der Sonne relaxt. Als ich dann Inga wieder bei ihr abgesetzt hab, war ich dann aber auch platt. Den ganzen Tag in der Hitze zu sein, strengt schon an... war aber echt ein toller Ausflug. Und bin wieder mal froh, dass ich ne nette Begleitung hatte. Danke nochmal an Inga für den schönen Tag.


Berry Springs (mit Inga im Hintergrund :D)

Gestern war ich dann mit Björn, meinem Steinmetzchef, und seinem Boot auf dem Meer und nem Fluss vor Darwin unterwegs. War echt ne coole Tour mit der kleinen Nussschale. Erst wollten wir ja wieder ein bischen Angeln. Aber wie immer sind wir die ganze Zeit nur rumgedüst :D Diesmal durfte ich sogar mal für einige Zeit das Boot steuern. Das lustige war, das Björn nicht seekrank wird solange er selbst fährt. Aber wenn er nicht fährt wird ihm gleich schlecht. Also hat er erstmal die Fische gefüttert als ich gefahren bin rofl. Im ersten Flussarm konnten wir leider nicht weiterfahren, da er ziemlich eng war und zu viele Unterwasserpflanzen am Rand waren. Da könnte man durchaus leicht drin hängenbleiben und dann bekommt man die wieder schwer los. Ins Wasser kann man dann auch nicht, da man sonst mit seinem Leben spielt. Enge Flussarme mit viel Gestrüpp bedeutet auch viele „Crocs“. Auch deshalb haben wir wieder umgedreht. Wie gesagt die Viecher werden riesig. Und so ein 5m Vieh kann ein kleines Boot mit Leichtigkeit zum Kentern bringen. Was man von den Viechern auch nicht erwartet ist, dass die einfach mal so aus dem Wasser springen können. Und zwar so hoch, wie die lang sind. Heißt quasi, dass ein 5m langes Krokodil 5m aus dem Wasser springen kann. Ohne Witz, ist wirklich wahr. Daher haben wir lieber eine größeren und breiteren Flussarm zum Weiterfahren genommen. Es gibt am Adelaid River „Jumping Crocs“-Touren. Da fährt man mit einem großen Boot raus und füttert die Krokodile mit Fleisch. Die spirngen dann auch aus dem Wasser. Da diese Touren nicht so teuer sind, werd ich das definitv mal machen. Da bekommt man bestimmt coole Bilder :D. Bloß auf dem Boot sollte man bleiben. Fällt man einmal in den Fluss, ist es relativ unwahrscheinlich, dass man da lebend wieder rauskommt. Schwimmen ist ein absolutes „No go“. Im anderen Flussarm haben wir dann noch eine riesige Krokodilfalle gefunden. Die sind meist für männliche Krokodile. Weit konnten wir aber auch nicht reinfahren, da immer noch Niedrigwasser war. Also haben wir uns entschieden wieder Richtung Meer zu fahren. Dabei sind wir aber auf einer Sandbank hängen geblieben. Man sieht zwar ein bischen wo das Wasser flacher ist, aber da wir keinen Rückwärtsgang hatten, kann man so schnell gar nicht abbremsen. Tja da haben wir erstmal festgesteckt. Und da bei uns die Blase eh gedrückt hat, haben wir uns der Sache erstmal erleichtert :D. Danach haben wir versucht das boot wieder freizubekommen. Dabei haben wir aber wahrscheinlich den Motor zu sehr belastet und der hat dann angefangen komische Geräusche zu machen und fing dann an zu qualmen. Tja was macht man da. Motor abstellen, ein kühles Bierchen schlürfen und abwarten bis der Motor sich abgekühlt hat. Tja das hat dann auch geklappt. Zwar hat er dann immer noch etwas „gequiekt“ aber nach kurzer Zeit hat er dann genug Kühlwasser gezogen, dass er wieder normal gelaufen ist. Nächtes Problem war, dass uns der Tabak ausgegangen ist. Also hat Björn beschlossen Geld aus dem Auto zu holen und dann mit dem Boot zu Esplanade zu düsen und da was zu kaufen. Tja dumm war nur, dass hier zweimal am Tag Ebbe und Flut ist, so dass wir nicht am Bootssteg festmachen konnten. Das haben wir irgendwie vergessen :p Also hieß es ca 100m durch den Match waaten. Darauf hatte ich natürlich kein Bock, denn als ich aus dem Boot bin, bin ich bis zur Hüfte im Schlamm versunken :D. Björn ist dann losgestappft und ist dann irgendwie ans Ufer gewaatet... Dafür hat er den Respekt von einigen Australiern bekommen, die das ganze ungläubisch beobachtet hat. Auf dem Rückweg ist er dann fast im Schlamm stecken geblieben und ist ganz erschöpft in Boot gefallen. Man kommt ja in dem Modder ja gar nicht voran und dazu stinkt das noch erbärmlich :D Danach haben wir uns auf den Weg zur Esplanade gemacht. Tja und da ist uns der Motor wieder abgesoffen und ging dann gar nicht mehr an. Björn hat schon mit den augen gerollt. Ich hab mich nur zurückgelehnt und meinte nur, wenns gar nicht mehr klappt, müssen wir die Küstenwache rufen. Hatte ja noch Handyempfang und somit ziemlich ruhig. Wären wir weiter draußen gewesen, hätte ich wahrscheinlich auch ein bischen Panik geschoben. Irgendwann ist der Motor dann doch wieder angesprungen. Wir haben uns dann aber wieder auf dem Rückweg gemacht, da wir nichts mehr riskieren wollten... Und die Flut war dann auch schon wieder soweit da, dass wir fats bis an den Bootssteg rangekommen sind. Mussten dann noch ca. 20 min warten, bis wir das Boot aus dem Wasser ziehen konnten. Dann sind wir auch gleich wieder zurück gefahren. Björn hatte nen schönen Sonnenbrand und ich hatte auch genug von der Hitze. Der Fahrtwind ist ja sehr angenehm. Aber wenn man steht ist es echt nzu heiß. Besonders mittags... Aber es war ein cooler Männertrip :)
Nächste Woche fahren wir wahrscheinlich für 2 Tage nach Kununurra nach Western Australia, um ein mögliches Geschäft abzuschließen. Das liegt in den Kimberley und das lasse ich mir natürlich nicht entgehen. Und ich war dann wenigstens schon einmal in WA :D
Tja so das waren die letzten 2 Tage. Ab heute hab ich wieder 3 lange Schichten hintereinander im Pub. Money, money, money :D





Also bis die Tage ;)

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