Freitag, 15. Juni 2012


14.6. 20.17 Uhr



Also was ist denn mal wieder so die letzten Tage passiert. Ich hab mich von den beiden Mädels, mit denen ich in Cooktown war, verabschiedet und hab mein Auto am Dienstag in die Werkstatt gebracht. Ja das liebe Auto. Ich hätte vielleicht doch lieber nen männlichen Namen beibehalten sollen. Hab es ja von Reece, was jetzt nicht grad der schönste Namen ist, auf „The Flying Lady Daj“ umbenannt. Tja und Frauen machen ja wie bekanntlich immer mehr Probleme als gewollt :D Am Dienstag Nachmittag hat mich der Typ von der Werkstatt angerufen und mir erzählt, was noch alles zu machen ist und mir den Preis dafür genannt. Da ist mir erstmal schlecht geworden und ich bin losgerannt um mir ne Packung Goon zu kaufen und mich zu besaufen. 1100 Dollar musste ich nochmal hinlegen um meine Straßentauglichkeitsprüfung zu bekommen. Halleluja und da war noch nicht die Registration mit eingerechnet, die mich dann am nächsten Tag, als alle Reparaturen gemacht waren, nochmals 444 Dollar gekostet hat. Damit stand dann auch fest: ich bin fast pleite. Hab jetzt noch ca. 200-300 Dollar übrig und muss mir von meinem restlichen Ersparten aus Deutschland was schicken lassen, da ich ansonsten nirgends wo hinkomme und es hier eigentlich so gut wie keine Arbeit gibt. Obwohl ne Arbeit habe ich jetzt wahrscheinlich. Und da kann ich in kurzer Zeit mit wenig Arbeit richtig Kohle machen und mir noch ne 2. Batterie und einen Inverter ins Auto bauen lassen :p Aber dazu mehr, wenn sie mir gefällt und ich sie auch wirklich mache. Die Anmeldung von einem Auto ist auch nicht gerade einfach. Erst muss man sich 3fach ausweisen, damit man auch ja der ist, den man vorgibt zu sein und dann noch irgendwelche sinnlosen Fragen in einigen Formularen ausfüllen. Aber die Tante hinterm Schalten war voll net und hat mir bei allen Sachen geholfen. Cool ist auch, dass mir Robert, der Kumpel von John, seine Adresse zur Registrierung überlassen hat. Sonst wäre das auch alles wieder vor'n Baum gelaufen. Tja nun muss die Lady eigentlich nur noch ein bischen geputzt werden und dann erstrahlt sie im vollen Glanze :) Dann bin ich richtig stolz. Achja die in der Nacht, wo mein Van in der Werkstatt war musste ich natürlich in nem Hostel verbringen. Hab mir das Reef Hostel ausgesucht, weil es nur 18 Dollar por Nacht gekostet hat und es ein freies Abendessen so wie Frühstück gab. Das Hostel ist jetzt aber nicht so wirklich weiter zu empfehlen. Da hab ich auf dem Weg hierher wesentlich bessere gehabt. Das Abendessen gabs dann im Gilligans, einem anderen Hostel. War eigentlich ganz gut und hat satt gemacht. Das Frühstück dagegen war ein Witz. Es gab nicht mal Tee oder Kaffe und nur ein bischen Toast mit Ernussbutter oder normaler Marmelade. Das war nix. Gestern und heute abend war ich mit Anne und Stefan sowie den beiden Mädels (Laura und Melissa), denen ich fast den Van abgekauft hätte, an der Strandpromenade grillen. Das kann man ja hier in Australien fast überall und vorallem kostenlos. Werd ich wohl jetzt ne Weile so machen :) Aber an und für sich ist das Leben im Van gar nicht so schlecht. Man muss sich zwar etwas anders organisieren und man muss aufpassen, wo man parkt. Aber bist jetzt hab ich immer gut drin geschlafen. Dumm ist nur, dass man offiziell eigentlich gar nicht in einer Stadt im Van übernachten darf und so muss man sich jeden Abend irgendwo in einer dunklen Gasse einen Stellplatz suchen und hoffen, dass die Bullen nicht vorbeikommen :D Oder man fährt aus der Stadt raus und schläft an einem der vielen Strände. Ist aber auch doof, da man da komplett alleine ist und man immer mehr Sprit verbraucht als wenn man in der Stadt bleibt. Aber hier gibt’s genug dunkle Ecken, wo man in Ruhe schlafen kann :) Tja mehr fällt mir grad nicht ein und ich muss mir auch mal so langsam nen Stellplatz für die Nacht suchen :)

Also bis denn dann und lasst es euch gut gehen :)

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