Sonntag, 13. Mai 2012


3.-4.4. Fraser Island (Great Sandy)

Was soll ich dazu nur sagen??? Einfach nur: AMAZING!!!! Mein erster richtiger Ausflug hat sich voll gelohnt. Super Wetter, super Reiseveranstalter (Cool Dingo), super Mitreisende und ein super lustiger Tour Guide namens Cameron :) Wo soll ich da nur anfangen. Also am 3.4. sind wir mit der Fähre zur Insel übergesetzt (Daten etc. bitte bei Wikipedia nachschauen) und auf der anderen Seite hat uns Cameron empfangen, uns ein paar Sicherheitsinstruktionen gegeben und uns dann in unseren Monster-Allrad-Antrieb-Bus verfrachtet und dann gings auch gleich los. Unser erstes Ziel war ein kleiner See, von dem es dutzende auf der Insel gibt. Vorher mussten wir aber noch den Rollercoaster (Achterbahn) überwinden. Das ist sozusagen die „Eingangsstraße“ ins Naturschutzgebiet. Der Weg wird deshalb so genannt, da man dort erstmals richtig durchgeschüttelt wird. Wer schon mal bei schweren Turbulenzen in einem Flugzeug gesessen hat, kann sich das so ungefähr vorstellen. Eigentlich wird man die ganze Fahrt über die Insel so durchgeschüttelt. In dem See durften wir leider nicht baden, da dieser durch die vielen Badegäste umgekippt ist und sich erstmal wieder erholen muss. Danach ging es weiter zu einer der größten Sandünen auf der Insel (auf einigen kann man auch Sandboarden). Ein riesiges Teil war das. Leider konnten wir auch da nicht drauf. Denn die Insel gehört zum Unesco Weltnaturerbe. Weshalb erkläre ich immer mal wieder. Hier aber schon mal ein paar Fakten: die Insel besteht zu 98% aus Sand und zu 2% aus Stein. Der höchste Punkt liegt ca. 220m über dem Meerespiegel und der höchste See über 110m. Das ist der Lake McKenzie bei dem wir auch waren. Super schöner See mit glasklarem Wasser, aber es waren leider zu viele Leute da. Hab dort aber wieder Levke und Desiree beim Baden getroffen, die die gleiche Tour 3 Tage machen aber Campen und wahrscheinlich tierisch neidisch sind, wenn ich ihnen meine Bilder zeige. Warum, dazu später :)
Weiterhin waren wir am Wangoolba Creek, was soviel wie flüsternder Bach heißt, da man ihn echt nicht fließen hört. Dieser Bach ist eine zum Teil eine heilige Kultustätte für die Aborigines. Hier wurden bzw. werden ab und zu noch Aborigine Kinder zur Welt gebracht. Außerdem kommen die jungen Mädchen hier her wenn sie vom Kind zur Frau werden. Dann werden Rituale und so veranstaltet. Dann hat uns Cameron noch ein paar gute Ratschläge gegeben und uns durch den einzigen Regenwald der auschließlich auf Sand wächst gescheucht. Er meinte nur, dass der größte von uns vorausgehen sollte und mit seiner Hand wie ein Scheibenwischer wedeln soll, damit er die Spinnennetze wegwischt. Rest soll mit den Füßen auf den Boden stampfen um die Schlangen abzuschrecken und man soll mit dem ausgestreckten Zeigefinger auf dem Kopf rumrennen um agressive Koalas, die einem gerne mal auf den kopf oder in den Nacken springen, abwehren zu können. Die haben nämlich einen weichen Bauch und wenn die auf den Zeigefinger aufschlagen bohrt sich der da rein und man kann den Koala ganz einfach vom Finger abflutschen lassen. Wenn wir das gemacht hätten bzw. das war gewesen wäre, wären wir wie die Deppen da durchgerannt :D Wobei das mit den Spinnen und Schlangen nicht gelogen war. Vier der 20 giftigtigsten Schlangen Australiens leben dort. Das mit den aggressiven Koalas war natürlich nur Fantasie ;) Achja Tipps zur Abwehr von Dingos haben wir auch bekommen. Da es einige davon auf der Insel gibt, sollte man die auch ernst nehmen...
Nachdem wir dann unser Mittagessen bekommen haben waren wir dann am Lake Mckenzie. Wie gesagt ist es sehr schön dort, aber eben auch zu viele Touristen. Als ich dort die beiden Mädels getroffen haben, meinten sie, dass sie nicht wirklich zufrieden mit ihrer gebuchten Tour sind. Das Zelten war nicht ihr Problem, nur dass die Vorbereitung sehr chaotisch war und sie keine Sanitären Einrichtungen, von denen es eigentlich genug gab, hatten. Der Tour Guide, der zudem nicht sehr gesprächig war, hat ihn eine Schippe hingestellt und sie mussten sich ihr eigenes Scheißloch graben muhaha Cameron hingegen konnten wir alles fragen und er hat uns auch sehr viel erklärt. Nachdem wir an dem See gechillt haben, sind wir zurück in Kingsfisherbay Beach Resort, unsere Unterkunft :D, gefahren. Das Resort ist eine weiträumig angelegte Bungalowsiedlung. Sehr schön gemacht, mit verschiedenen Restaurant und Bars. Aber kein Handy- und Internetempfang und doch relativ schlciht gehalten. Egal, das Essen war super und reichlich und wir hatten noch viel zu erzählen. (Bilder folgen irgendwann) Ich war aber so müde, dass ich schon um 22 Uhr tot ins Bett gefallen bin :)
An Tag 2 gings um 8 Uhr wieder los mit dem Rollercoaster und dann zu einer der größten Sandünen auf der Insel, der Stonetool Sandblow (siehe Bilder). Ein riesiges Teil ist das und auf einigen dieser Dünen kann man auch Sandboarden machen. Das wird aber glaube ich nut bei den 3-Tages-Touren gemacht. Danach gings dann aber so richtig ab :) Wir sind auf dem 75 Meilen Highway. Das ist nichts weiter, als mit bis zu 80 h/km am Strand lang zu düsen. Diesmal hatten wir einen anderen Bus mit Außenboardkamera und großem Flatscreen drinnen, so dass wir alles gut sehen konnten. Leider konnten wir das 300-PS Monstrum nicht mal selber fahren. Hätte bstimmt tierisch Spaß gemacht. Man kann solche Touren auch selber machen, wenn man sich ein Allrad Jeep o.ä. mietet. Die nächste Station war ein altes Schiffswrack, über das Cameron gefühlte zwei Stunden aufgeklärt hat. Ich hab aber irgendwie nix behalten :) Das Schiff hat aber schon im 2. WK über 18.000 verwundete Soldaten tronsportiert und ist dann irgendwann mal als Touristenattraktion auf Fraser Island gestrandet. Das nächste Ziel hieß „Champaigne Pools“. Hat aber leider nix mit faul am Strand liegen und Champagner schlürfen zu tun. Das sind natürlich Becken, die von Felsen umsäumt sind an denen sich die Wellen brechen, was dann dann Blubberblasen macht. Leider war grad Ebben und kaum Blubberblasen vorhanden. Aber trotzdem schön. Danach gings zum Indian Head. Geschichte: 1770 seglte James Cook die australische Küste entlang, und sah wie ein paar Einheimische (auch Aborigines genannt) wie wild um ihr Lgerfeuer gesprungen sind. Daher der Name „Indianerkopf“. Simpel die Europäer, nicht wahr? :D Auf dem Felsvorsprung wurden Tribunale durchgeführt, wenn jemand Mist gebaut hat. Wenn er schuldig war, hatte er die Wahl, die Klippe runterzuspringen, was er selten überlebt hat (logisch), oder er hat nen Speer ins Bein bekommen, was eine höhrer Überlebenschance vermuten lässt. Nee nee nee diese Eingeborenen :D hätte bloß nicht meine Flipflops anziehen sollen. Die haben da nämlich ihren letzten Weg gemacht. Wahrscheinlich als Opfergabe, um die Aborigines milde zuu stimmen :D Weiterhin sind wir an den „Pineacles“, dass sind natürlich geformte spitze Sandsteinformationen zum Eli Creek (Sandcrab Creek → Sandkrabben Bach) gefahren. Die Eingeborenen haben den Bach so genannt, da sie von dort aus die Seefahrerschiffe beobachtet haben, die wie über Wasser laufende Krabben aussahen. Einfallsreich die alten „Indianer“, ne? :) Da haben wir dann auch den restlichen Nachmittag mit Kaffee und Cookie verbracht. Zwar war das Meer immer verlockend nahe, aber Cameron meinte, dass zu viele Haie drin sind und es deshalb zu gefährlich ist. Hätten natürlich auf eigene Gefahr reingehen können. Aber wenn Cameron eine ernste Warnung ausspricht, nimmt man das ernst...
Auf dem Rückweg hat uns Cameron dann bei der Rezeption des Resorts rausgelassen und gemeint, wir können und noch am Pool aalen und den Sonnenuntergang genießen. So und da kommtm wieder der Punkt an dem mir die Mädels den Kopf abreißen werden rofl Eine Riesige Eingangshalle mit Restaurants, Spabereich und großem Pool inklusive Jacuzzi, in dem wir es uns natürlich gleich gemütlich gemacht haben. Den Kanadiern aus unserer Reisegruppe war der zwar zu kalt, aber den anderen hat es gereicht. Zwar war es im Jacuzzi waaaaahnsinnig gemütlich, dennoch haben wir uns entschlossen uns den Sonneuntergang am Stean anzuschauen. War den beiden Mädels auch vergönnt, da sie auf der anderen Seite der Insel gezeltet haben hehe. Und der Sonnenuntergang war echt gut :). So voll kitschig mit tiefroter Sonne und Delfinen im Wasser. Da hat mir meine Schatzi so richtig gefehlt :( Aber viel schöner kann ein Tag nicht zu Ende gehen. Leider haben wir keinen Dingo gesehen... Doof :(
Nachdem wir dann noch lecker Abendbrot bekommen haben und dann wieder mit der Fähre zurück nach Hervey Bay gefahren sind, sitze ich nun hier im Garten und schreibe euch, während mich diese scheiß Mücken regelrecht auffressen. Werd mir morgen mal die chemische Keule zulegen. Mir egal ob mir dann die Haut in Fetzen abfällt. Solange mich die kleinen Biester nicht mehr stechen ist die Welt hier fast wieder in Ordnung. So da ich gleich im sitzen einschlafe, werd ich jetzt mal Schluss machen, noch eine von den sau teuren Zigaretten rauchen und dann tot ins Bett fallen.



Tschüss

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen