Sonntag, 13. Mai 2012


11.4. 20.25 Uhr (heute mit freundlicher Unterstützung von Sunnyvale Fruity Lexia aka „Goon“)



Es ist halb neun und schon wieder stockfinster. Das ist echt ätzend. Um 18 Uhr geht die Sonne schon unter... Irgendwie is das schon doof :( Man denkt dann echt schon, dass es total spät ist und wenn man auf die Uhr guckt, ist es erst um neun oder so..,
Heute haben wir zum 2ten Mal Mandarinen gepflückt. Gestern hat Stacey, sie verwaltet den Campingplatz und vermittelt die Jobs, bei einer kleinen Farm angerufen und wir konnten dort gleich anfangen. Wir werden hier nicht per Stunde, sondern per „Bin“ bezahlt. Das ist echt scheiße!!! Wit bekommen zwar 100 Dollar für einen „Bin“ aber wenn man neu ist und sich erstmal in die Arbeit reinfinden muss verdient man kaum was. Erst hieß es wir bekommen 90 Dollar für einen „Bin“. Aber heute hat der Farmer nochmal 10 Dollar draufgelegt, was hier sehr ungewöhnlich und auch wirklich viel ist. Manche bekommen nur 85 Dollar oder so. Davon mal abgesehen ist der Farmer auch sehr sehr nett und stresst überhaupt nicht rum. Und wir sind auch nur 4 Pflücker, die Mädels, ich und ein 70 jähriger Opi aus Neuseeland. Der hat Langeweile und macht das anscheinend nur, um was machen zu können. Er meinte, dass er 24 Jahre Minenarbeiter war. Und da die richtig gut verdienen, müsste der durch seine Rente das Pflücken eigentlich gar nicht machen. Und der Mann schafft noch 1 ½ „Bins“ pro Tag. Wir haben am ersten Tag nicht mal einen geschafft und haben heute erst mit dem zweiten angefangen. Man wird zwar schneller aber dadurch das der Sommer so schlecht war, sind die Früchte alle relativ klein und da muss man ewig pflücken um si ein Teil mal vollzukriegen. Man schüttet rein und rein und fragt sich warum das scheiß Ding nicht voll. Wären die Früchte normal groß (sind normalerweise so groß wie unsere Apfelsinen) würde man auch 2 „Bins“ am Tag schaffen und dann wirklich gut Geld verdienen. Die erfahrenen ansässigen Pflücker schaffen teilweise 4-5 solch großer Behälter. (Fotos davon kommen noch) Die haben auch ihr Leben lang nix anderes gemacht nääääät Das Gute ist, dass wir unsere gefplücktes Zeug selber verpacken und dann pro Stunde (ca. 20 Dollar) bezahlt werden. Also müssen wir die nächsten Tage mehr pflücken um genug zu packen zu haben. Vielleicht werd ich mir das 2 Wochen antun und dann weiterziehen. Das ist schon ein echt harter Job und die Leute, die das schon länger machen, sehen echt wie durchgekaut und wieder ausgespuckt aus. Und das muss ich mir nicht geben. Noch nicht :D
Achja ein Zelt habe ich mir auch kaufen müssen, da die Australier, von denen ich es geliehen bekommen habe, es jetzt weiter verkaufen. Hab mir ein kleines 2 Mann Zelt zugelgt, das mir wahrscheinlich beim ersten Gewittersturm absäuft. Aber es hat nur 20 Dollar gekostet :D Ich Sparfuchs, ne rofl Aber es gibt immer noch keine Isomatten. Nur diese blöden aufblasbaren Betten, die nicht in mein Zelt passen grrr Scheiß Dorf!!!
Die Mädels haben sich schon wieder in ihr Zelt verkrümelt, um langsam schlafen zu gehen. Nee nee nee diese Jugend. Feiern, saufen und arbeiten gehen schaffen die auch nicht mehr. Da muss ich mich wohl zu den Franzosen rüberbewegen. Die wissen noch wie das geht :)
Nach der nächsten Schachtel Zigaretten werd ich auf selbst drehen umsteigen, da ich sonst echt noch an dem Mist verarme. Und aufhören... Naja willich auch nicht wirklich. Werd zwar eine Weile brauchen um eine rauchbare Zigarette hinzubekommen. Aber irgendwann klappts. Vielleicht brauch ich solange dafür, dass ich dann schon Nichtraucher bin. Quatsch, Scherz bei Seite.

Also bis denn

PS: Irgendwas springt hier immer hinter mir im Busch rum. Langsam finde ich das etwas unheimlich...
nochmal PS: Wer eine Postkarte mit einem „Airmail“-Aufkleber von mir bekommt bitte bei mir melden. Ist nur rein für die Statistik, ob die auch angekommen ist. Es werden keine Daten, Namen oder Kontostände an Dritte weitergegeben (Anmerk. des Schreibers)

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